Dünsberg-Verein e. V.
Copyright © Dünsberg-Verein e. V.
 - Enthüllung Duplikat Vermessungsstein
Archiv 2014
zurück << zurück <<
Dünsbergverein enthüllt Duplikat von historischem Vermessungsstein
Das wären vor über 100 Jahren für Vermessungsarbeiten ideale Bedingungen gewesen: Bei Sonnenschein und Fernsicht hat der Dünsbergverein das Duplikat eines 200 Jahre alten Vermessungssteines und eine Infotafel enthüllt.
Cenneth Löhr und Günther Leicht enthüllen das Duplikat des Vermessungssteines    Quelle Bilder:  Artikel Giessener-Allgemeine.de vom 14.09.2014
Der Dünsbergverien möchte mit der Enthüllung an eine geschichtsträchtige Periode erinnern, sagte der Vorsitzende Cenneth Löhr. "Die Errichtung eines Vermessungspunktes vor 200 Jahren auf dem Gipfel des Dünsbergs führte schließlich auch zur Errichtung des Turmes und zur Gründung des Dünsbergvereins im Jahr 1899." Seinen Ursprung hat der Vermessungsstein, der heute für die Öffentlichkeit unzugänglich ist, in der Landvermessung des 19. Jahrhunderts. Bei der Landesvermessung wurde das Land mit Dreiecksnetzen überzogen. Die Stationspunkte wurden mit Granit- oder Sandsteinpfeilern markiert, ihre Lage durch Triangulation bestimmt und anschließend in Koordinaten dargestellt. Die mathematischen Voraussetzungen dazu hatte Carl Friedrich Gauß geschaffen, der auf dem alten 10-Mark-Schein abgebildet war. Bei Arbeiten auf dem Dünsberg im Jahr 1835 stört vor allem das miese Wetter Die Kurhessische Triangulation wurde 1821 bis 1839 von dem Marburger Professor Christian Ludwig Gerling durchgeführt. Während der Vermessungen auf dem Dünsberg wohnte er in Frankenbach. Von dort schrieb er am 22. September 1835 einen Brief an seinen Lehrer und Freund Carl Friedrich Gauß, in dem er neben dem schlechten Wetter und der fehlenden Sicht auf dem Dünsberg umfangreiche Fachfragen anspricht und diesbezüglich um Rat fragt. Die Idee zu der Nachbildung des Steines auf dem Gipfel gibt es seit 2010, vor einem Jahr wurde der Vorstand des Dünsbergvereins bei einer Mehrtageswanderung im Pfälzer Wald durch ein Sandstein-Denkmal wieder daran erinnert. Danach beschloss der Vorstand, eine Nachbildung mit Info-Tafel zu errichten. Fast zur gleichen Zeit hatte auch Fellingshausens Ortsvorsteher Helmut Mattig wegen dieser Idee nachgefragt. "Für die Realisation danke ich unserem Ehrenbürgermeister und langjährigen Vorstandsmitglied Günter Leicht für die Gestaltung der Info-Tafel und die Unterstützung beim Design des Sandsteinpfeilers", sagte Löhr, der mit Leicht zusammen erst das Duplikat und dann die Info-Tafel enthüllte. Etwa 4000 Euro hat der Dünsbergverein investiert.    Quelle: Artikel mittelhessen.de vom 11.09.2014
Alle am Projekt Beteiligten